Auf der Suche nach einem Arbeitsplatz können Sie die Vermittlungsangebote der Arbeitsagenturen oder Jobcenter in Anspruch nehmen (www.arbeitsagentur.de; jobboerse.arbeitsagentur.de).

Sie können auch Kontakt zu privaten Jobvermittlern und Personalberatungsfirmen aufnehmen oder sich direkt bei Unternehmen bewerben.  

In den Tageszeitungen der Region, in der Sie sich niederlassen möchten, werden Sie ebenfalls Stellenanzeigen finden. Sie können selbstverständlich auch selbst eine Suchanzeige aufgeben. 

Eine ganze Reihe von Websites, unter anderem auch der Arbeitsagentur, bietet Ihnen schon vor der Ausreise aus der Türkei eine gute Möglichkeit, auf Arbeitsmarkt an Ihrem neuen Wohnort nach geeigneten Angeboten zu suchen. 

Auch für die erfolgreiche Arbeitsplatzsuche sind Kenntnisse der deutschen Sprache unbedingt notwendig.

Für eine Bewerbung ist immer ein Lebenslauf erforderlich, der sehr ausführlich über Ihre Ausbildung und Abschlüsse, Ihre Berufserfahrungen und sonstigen Kenntnisse und Fähigkeiten Auskunft geben sollte. Fügen sie alle Zeugnisse, Empfehlungsschreiben und sonstige Nachweise hinzu, die Sie während Ihrer Ausbildung und Berufstätigkeit erhalten haben. Auch nicht berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeiten, die Sie ausgeübt haben, sind für Ihren zukünftigen Arbeitgeber von Interesse und unterstützen sie darin, möglichst schnell einen Arbeitsplatz zu finden. 

Wenn Sie einen Arbeitsplatz gefunden haben und ein Gehalt gezahlt bekommen, unterliegt Ihr Einkommen der Einkommen- bzw. Lohnsteuer. Außerdem wird ein nicht geringer Teil Ihres Gehaltes als Versicherungsprämie für eine Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung abgezogen. Alle diese Beträge werden direkt vom Arbeitgeber an das Finanzamt und die entsprechenden Versicherungsanstalten abgeführt, so dass sie nur noch einen Teil Ihres Entgeltes ausgezahlt bekommen und für Ihre alltäglichen Aufendungen zur Verfügung haben.

Dieses Geld wird nicht bar ausgezahlt, sondern auf ein Bankkonto überwiesen. Eine Bankverbindung ist also in jedem Falle von großer Wichtigkeit. Diese sollten Sie sobald als möglich bei einem Geldinstitut einrichten lassen.

Nach der Einstellung müssen Sie zunächst eine Probezeit von drei bis sechs Monaten durchlaufen, in der von Ihrem Arbeitgeber ohne besondere Gründe  mit einer Frist von zwei Wochen bis zu einem Monat wieder entlassen werden können.

Häufig erhalten neue Mitarbeiter auch nur befristete Arbeitsverträge. Haben Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen, und haben Sie die Probezeit erfolgreich absolviert, steht das Arbeitsverhältnis unter einem Kündigungsschutz, der längere Kündigungsfristen vorsieht.

Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt 38,5 bis 40 Stunden pro Woche. Nach dem Gesetz stehen einem Arbeitnehmer mindestens 18 Urlaubstage im Jahr zu. Die meisten Arbeitnehmer erhalten jedoch 28 bis 30 Tage Urlaub im Jahr.

Im Krankheitsfalle wir das Gehalt vom Arbeitgeber für sechs Wochen weiter gezahlt. Nach diesen sechs Wochen zahlt die Krankenversicherung, ein Krankengeld bis Sie wieder zurückkehren können an Ihren Arbeitsplatz, oder bis Sie aus Gesundheitsgründen Rentner werden müssen.

Auch Eltern stehen in Deutschland unter einem besonderen Schutz.

Müttern steht sechs Wochen vor der Geburt Ihres Kindes und acht Wochen nach der Geburt bei voller Bezahlung in eine Mutterschutzzeit zu. Bei Mehrlingsgeburten verlängert sich diese Frist.

Vater oder Mutter können im Anschluss daran eine bis zu drei Jahre dauernde, unbezahlte Erziehungszeit nutzen, um Ihr Kleinkind zu betreuen. Seit einiger Zeit wird unter bestimmten Umständen auch ein staatliches Elterngeld ausgezahlt.